Energiekostenpauschale – Pflichten der Arbeitgeber

Pflichten der Arbeitgeber

Energiekostenpauschale

Zum 01.09.2022 haben alle aktiven Arbeitnehmer (Steuerklasse I-V) und Minijobber den Anspruch auf die Energiepreispauschale in Höhe von einmalig 300,00 €, die als steuerpflichtige Einnahme neben dem Arbeitslohn zu versteuern ist.

Diese Pauschale haben die Arbeitgeber mit der Gehaltsabrechnung September 2022 auszuzahlen. Um Liquiditätsprobleme zu minimieren, ist schon in der Lohnsteueranmeldung für den Monat August 2022 die Höhe der auszuzahlenden Energiepreispauschale anzumelden, so daß den Arbeitgebern zum 10. September 2022 diese Energiepreispauschale durch die Finanzkasse erstattet wird, die Ende September an die aktiven Arbeitnehmer und Minijobber auszuzahlen ist.

Die Minijobber bekommen diese Pauschale nur, wenn es sich dabei um das erste Arbeitsverhältnis handelt. Daher haben alle Arbeitgeber dringend bei allen Minijobbern nachzufragen, ob noch weitere Minijobs bestehen und wenn ja, sich schriftlich,
aber formlos bestätigen zu lassen, welcher dieser verschiedenen Minijobs das erste Arbeitsverhältnis ist.

Gibt ein Arbeitgeber die Lohnsteueranmeldung quartalsweise ab, zahlt er die Energiepreispauschale im September 2022 aus, bekommt diese aber erst mit der Lohnsteueranmeldung für das III. Quartal 2022, also zum 10. November 2022 durch die Finanzkasse erstattet.

Hat ein Arbeitgeber eine Jahresmeldung abzugeben, kann er auf die
Auszahlung der Energiepreispauschale verzichten. Gibt ein Arbeitgeber keine Lohnsteueranmeldung ab, wird die Energiekostenpauschale nicht über den Arbeitgeber ausgezahlt. In beiden Fällen hat der Arbeitgeber die aktiven Arbeitnehmer oder Minijobber über die Nichtauszahlung zu informieren, damit bei diesen aktiven Arbeitnehmern und Minijobbern diese Energiekostenpauschale über die Einkommensteuererklärung 2022 berücksichtigt wird.

Fazit:

Zusätzlicher Aufwand für die Arbeitgeber (aber auch für die Finanzverwaltung, Personalbüros und Steuerberater)! Und wieviel von der Energiepreispauschale in Höhe von 300,00 € letztlich bei dem aktiven Arbeitnehmer und Minijobber hängen bleibt, ist auf Grund der Steuerpflicht, fraglich. 

Sollten Rückfragen bestehen, stehe ich Ihnen zur Beantwortung zur Verfügung.

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Steuerberater Mühltal Ellen Deranek

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